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Schön, wieder zu Hause zu sein :)

Ja nach ziemlich genau 3 Wochen melde ich mich wieder zurück, zurück zu Hause in neuem Chaos mit mehr oder minder neuer Motivation und einer Menge neuer Eindrücke und Flausen im Kopf Silvester in Mancora war definitiv ziemlich gut, denn ein Silvester im Rock-am-Ring-Stil war schon nett... Zum neuen Jahr Cuba-Libre auf der Straße, Feuer am Strand, um 12 Uhr ein Bad im Meer anstatt Böller und die ganze Nacht mit nassen Klamotten auf Reggae und Salsa tanzen und Cocktails schlürfen, ja so könnte das jedes Jahr sein

Aber Mancora ist nicht nur Partystadt, auch landschaftlich hat der Norden einiges zu bieten. Einen Tag machten wir uns auf in einen Trockenwald. In unserem Jeep fühlten wir uns wie auf einer Safari, alles erschien uns so afrikanisch irgendwie. Wir fuhren vorbei an wilden Pferden, Vögeln, Schafen und Schweinen. In einem kleinen Dorf setzten wir uns auf Pferde und ritten zwei Stunden lang zu einem Wasserloch, das in der Regenzeit von einem gigantischen Wasserfall geziert wird, leider ist sie dieses Jahr etwas spät dran und so konnten wir das nicht genießen...

Nun fühle ich mich wieder Reitbegeistert wie vor 10 Jahren, denn so eine Tour, Berge rauf und Berge runter, staubige Straßen entlang traben und ein braves Pferd, das alles mitmacht sind doch etwas wunderschönes

Naja, aber kurz darauf verließen wir Máncora auch wieder, dann hieß es Chiclayo, eine nicht so schöne Stadt, dort zwei Museumsbesuche und eine Nacht in einem Absteigehostel, dann Tarapoto, eine spannende Busfahrt, ein schöner Wasserfall, nette Papageien im Dschungel-Hotel, dann im Auto nach Yurimaguas, eine stressige Ankunft im Hafen, warten auf die Abfahrt, Hängematten einkaufen und und und...

Dann endlich die Abfahrt unseres Bootes und drei entspannte Tage in der Hängematte, heiße Tage, kalte Nächte, hygiene Verhätlnisse eines Gefangenenlagers, der Geruch von Kuhstall, Essen, das immerhin satt macht, aber sonst auch nichts, aber sonst viele nette Stunden, in denen man einfach nichts machen konnte als entspannen und endlich einmal lesen und die Seele baumeln lassen. Nach zwei Nächten auf hoher See, also eher auf brauner Brühe, auch genannt irgendwelche Nebenflüsse des Amazonas, kamen wir pünktlich zur Mittagszeit in Iquitos an, der größten Stadt der Welt, die nicht auf dem Landweg zu erreichen ist. In der Nähe gibt es keine größeren Städte und somit waren wir dann für die folgenden Tage dort "gefangen"... Der Bruder eines Freundes aus Huanchaco nahm sich unserer an, fuhr uns in seinem Mototaxi (Dreirädrige Motorade, die ein wenig an Rikschas erinnern) quer durch die Stadt und nahm uns auch einen Tag und eine Nacht mit in ein kleines Urwald-Dorf.

Das Dorfleben war unglaublich entspannt, die Leute glücklich und wir fühlten uns Pudelwohl. Für die Nacht wanderten wir hinaus in den Wald um dort unsere Zelte aufzuschlagen. Durch das etwas schlechte Zeitmanagment Lonyers (bereits genannter "Führer" mussten wir dann aber eine halbe Stunde über die schmalen Wege rennen und kamen völlig verschwitzt an der Stelle an, die zum Zelten geeignet war. Das freute uns eher weniger, dafür aber umso mehr die Mücken... So verbrachten wir die Nacht dort gequält von Moskitos, mit verzweifelten Versuchen ein Feuer mit feuchtem Holz am Leben zu halten und irgendwann im Zelt mit Frauengesprächen und fast ohne Schlaf, da einerseits das Schnarchen Lonyers, als auch die unerträgliche Hitze und die vielen tausend Riesenkröten das Einschlafen etwas schwierig machten. Am nächsten Morgen wanderten wir dann zurück ins Dorf.

Unsere Urwladtour verlief ohne spannende Begegnungen mit irgendwelchen wilden Tieren und auch die verwilderte Pflanzenwelt blieb weitesgehend aus. Das was ich umbedingt treffen wollte habe ich aber gesehn Eine halbe Stunde wanderte ich durch das Dorf mit einem Faultierbaby auf dem Arm, wir beiden bildeten eine wundervolle Einheit und da es ein Weisenkind war hätte ich es auch sofort adoptiert, leider hatte sich aber schon eine andere Ziehmutter gefunden, aber ja

Ansonsten verbrachten wir in Iquitos noch einen Tag auf einer Schmetterlingsfarm, was auch sehr nett war. Dort hat es sich eine Schweizerin zur Aufgabe gemacht die Vielfalt der Schmetterlinge zu erhalten und sich um Tiere zu kümmern, die entweder verweist oder krank im Urwald aufgefunden werden. So leben auf dem Gelände einige Affen, ein Kaiman, eine Seekuh, Schildkröten und ein Nasenbär. Die Tiere leben dort frei und so kam es, dass sich ein Affe zu mir gesellte und begann mich zu entlausen. Nach einiger Zeit wiederholte ich dann diese zärtlich Geste auch bei ihm und in trauter Zweisamkeit puhlten wir uns etwa eine halbe Stunde gegenseitig den Dreck aus dem Fell... Ich glaube er hat bei mir mehr gefunden, als ich bei ihm :D jedenfalls war er ständig genüsslich am Kauen...

Ja doch auch die Urwald-Tour nahm ein jähes Ende und im Flugzeug machten wir uns auf nach Lima. Dort verbrachten wir drei Nächte im San Christopherus, einer Heilpädagogischen Einrichtung mit Bio-dynamischer Landwirtschaft und Bäckerei, wo zwei Bekannte arbeiten. Wir machten viele nette Bekanntschaften, testeten die Party- und Shoppingmeilen der Hauptstadt und können uns jetzt wieder richtig freuen in Trujillo zu leben, denn Lima ist definitiv viel zu groß!!!!

Schön, wieder zu Hause zu sein

19.1.10 22:03
 


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