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Von Sonnenbrand und Mückenstichen

Ja, grade aus Lima zurück gekehrt haben wir dann
erfahren, dass wir das gesamte Wochenende frei haben
(ein kleine Besonderheit, einen Samstag mal nicht
arbeiten zu müssen und dazu auch noch den Freitag frei
) und das alles nur, weil ein paar Bauarbeiter mit
dem Boden nicht fertig werden.
Spontan haben wir deswegen auf dem Weg von der Haustür
bis zur Wohnung beschlossen in Urlaub zu fahren...
Also ab in die Küche, einen Wein geöffnet, drei
Reiseführer auf den Tisch gepackt, das Internet
beschaut und die Schnapsidee konkretisiert.
Ja, am Freitagmorgen würde dann auch ein Bus zu unserem
Ziel fahren... CAJAMARCA
etwa 300 km westlich von Trujillo gelegen, ein etwas
ursprünglicheres Bergstädtchen. Wandern, feiern,
flanieren, ja das klang super in unseren euphorischen,
rotweinroten Ohren...
Also, auf die schnelle Sachen gepackt und ab in
UUURRLAUUUB!!
Freitagmorgen in aller Frühe, so gegen 9, steigen also
Rahel, Gabo, Isabel und meine Wenigkeit vollgepackt wie
für drei Wochen ins Taxi und ließen uns zur Busstation
kutschieren.
Wir hatten Glück, tatsächlich gab es in dem Reisebus
noch vier freie Plätze und so stand einem erfolgreichem
Wochenende nichts mehr im Wege...
Nach 7,5 Stunden Busfahrt, vier unglaublich schlechten
und viel zu lauten Filmen, aber um einige Impressionen
reicher, stiegen wir endlich aus dem Bus und standen in
einer dunklen Stadt, die vom Regen durchlaufen war. Das
freute uns absurderweise ganz besonders, denn nach fast
3 Monaten Trockenheit kann es schonmal ganz toll sein
kühles Nass in der Luft zu riechen und den Regen zu
spüren, der die Landschaft auch wesentlich netter
aussehen ließ. Trotz dem Nacheinbruch sahen wir, dass
es hier doch grüner ist, als bei uns in der Wüste.
Jetzt galt es aber erst einmal Hostal suchen. Gabos
Reiseführer hatte uns einen vielversprechenden Tip
gegeben. Doppelzimmer mit Badezimmer 25Sol die Nacht.
Na, wenn das mal nicht verlockent klingt, denn dann
muss ein Viererzimmer ja noch viel günstiger sein^^
Also wieder ins Taxi und ab zum Hostel, das aber
irgendwie schon voll war. Sehr zu unserer Überraschung
trafen wir dort an der Rezeption ein Mädel aus dem
Orchetser, das sich zur selben Zeit auf Abschlussfahrt
mit ihrem Jahrgang in Cajamarca befand. DIe Welt ist
doch unglaublich klein. Immerhin hatten wir so aber den
Grund für die Überfüllung des Hostels.
Nicht verzagen hieß es dann für uns und so irrten wir
noch ein paar weitere Minuten oder mehr durch die
schöen Straßen des Stadt, verglichen Preise und
entschieden uns letztendlich für ein hübsches kleines
Absteigehotel, 15Sol pro Nacht pro Person, Viererzimmer
mit Badezimmer, natürlich nur kaltes Wasser, Betten
siffig, Wände beschmiert, Schimmel gab es bestimmt
auch, aber wir hatten ja die Schlafsäcke dabei und
unsere Sachen waren verstaut, so dass wir uns gemütlich
auf den Weg machen konnten, die Stadt, ihre Restaurants
und Bars zu erkunden.
Wir kehrten nach langer Reise in ein kleines Lokal ein,
das viel zu teuer war und verließen es deswegen nach
einer Kanne Cusquena auch wieder (nahezu das einzige
peruanische Bier, dass man trinken kann^^)
Da Isabel schon früher ins Bett gehuscht war, machten
Rahel, Gabo und ich uns noch alleine auf den Weg durch
die Stadt und stiegen die Straßen immer höher, bis wir
schließlich einen wundervollen Ausblick auf den
beleuchteten Ort hatten. Das erste Mal seit langem
blickten wir in einen sternenklaren Himmel, sahen
Orions Gürtel und merkten, wie der Stress der
vergangenen Wochen abfiel und sich ein Ruhe- und
Heimtasgefühl einschlich.
Von zwei nahenden betrunken Männern in unserer Idylle
gestört, stiegen wir schleunigst die Stufen wieder
herab und gingen in Richtung Hostel, denn der nächste
Tag sollte ein anstrengender werden.
Um 8 Uhr klingelte der Wecker und einer nach dem
anderen huschte unter die erfrischende Dusche. Danach
ging es auf Entdeckungstour durch Cajamrcas Gassen. Wir
kennen jetzt alle Kirchen, so wie die wichtigen Stätten
peruanischer Kultur. Das Goldzimmer, das vom letzten
Inkaherrscher Atahualpa bis zu seinem ausgestreckten
Arm mit Gold gefüllt wurde, damit die eingefallenen
Spanier ihn frei ließen, wie auch den Plaza de Armas,
wo selbiger kurz darauf hingerichtet wurde...
Nachmittags begaben wir uns dann Richtung Norden, wo
wir in Felsgehauene Fensterlein betrachteten, die zu
Inkazeit als Grabstätten dienten. So kam es, dass wir
durch ein kleines Dörflein liefen und das erste Mal
richtigen Kontakt zu alt eingesessen Einheimischen
hatten, für die wir eine kleine Besonderheit
darstellten^^
Wir probierten jede Menge neue Früchte und ließen so
jede Menge Kleingeld im Örtchen.
Irgendwann fuhren wir dann auch wieder Richtung Stadt
und gingen in das Hostel von ersten Tag, wo wir nun
dann doch unterkommen konnten und die zweite Nacht nur
halb so vergammelt schliefen.
Um 5 Uhr am nächsten Morgen klingelte der Wecker.
Schnell packten wir unsere Sachen und gingen auf die
Suche nach einem geeigneten Mikro, der uns in Richtung
Inkabäder, heißen Schwefelquellen im Süden bringen
sollte.
Irgendwann kam ein Taxi, das uns für den gleichen Prei
dorthin brachte.
Wir reihten uns in die Schlange der Wartenden ein und
konnten dann entspannt 1,5 Stunden in einem
wohltemperierten Schwimmbad verbiringen, dachten wir^^
Das Becken war etwa 25x7 Meter groß und hatte eine
Wassertiefe von 1,20m.
In so ein Becken passen etwa 55 Personen, davon
mindestens 20, die Schwinntrainig haben, 10, die
Schwimmen lernen, weitere zehn, die rumplanschen und
mindestens 4 genervte Deutsche...
Nach und nach wurde das Wasser auch merklich dreckiger,
man schwann in einer Ansammlung von Haaren und
undefinierbaren Schwebteilchen, woraufhin wir shcon
nach einer dreiviertel Stunde die Duschen(warm!!)
aufsuchten und uns auf die Wises vor dem Schwimmbad
setzten, um zu frühstücken.
Danach verließen wir den ganzen Komplex und begaben uns
zu allererst in ein kleines Kaffee, denn nach so frühem
Aufstehen brauchten wir alle ersteinmal etwas
Koffein... Zwischen Räucherstäbchen und warmer Milch
mit Instant-Kaffee-Pulver planten wir dann unseren
weiteren Tag. Wir beschlossen 7km weiter Richtung Süden
zu wandern, um uns ein paar schöne Wasserfälle
anzuschauen.
Entlang der Straße führte uns der Weg nun durch die
verschiedenen kleinen Dörfer, an Kuhwiesen, Schafen,
Schweinen und Hühnern vorbei. Durch die Idylle eines
Bilderbuch Perus.
DIe Wasserfälle haben sich definitv gelohnt, ein paar
wunderschöne Sonnenstrahlen und ein Lichtspiel aus
sattem Grün brachte unsere Herzen zum Springen. Dazu
ein nettes kleines Örtchen, indem wir eine Kleinigkeit
aßen und uns über die Bekanntschaft zweier kleiner
Jungen freuten, die uns den Weg zu den Wasserfällen
zeigten.
Zu guter Letzt stiegen wir in den Mikro und mussten
feststellen, oder zumindest ich musste feststellen,
dass der Plan Sonne und Mücken möglichst viel
Angriffsfgläche zu bieten um nicht von ihnen angefallen
zu werden totaler Schwachsinn war, denn meine Beine
waren komplett zerstochen, oder sind es immernoch und
mein Gesicht so wie meine Arme tragen ein sattes
Feuerrot^^
Dem allen zum Trotz gingen wir dann zu guter Letzt ein
großer Eis essen, ein letztes Mal über den Markt, um
Fotos von der Früchten zu machen, ein letztes Mal durch
alle Artesania-Läden, ein letztes mal über den Plaza de
Armas und shcließlich in den Bus, der uns über Nacht
heimbringen würde.
Das Wochenende hatte noch einiges mehr zu bieten, als
ich jetzt hier schreiben konnte, aber ich bin definitiv
endlich mal erholt und kann so einen Kurztrip nur
empfehlen.
Wie ich immer schon wusste, sind die Spontanen Aktionen
immer die besten!
Also Freunde, ein Glas Wein, einen Reiseführer und ein
klein bisschen Zeit und das Glück ist allen Hold!
Schöne Grüße aus der Sonne Perus!
19.11.09 17:09
 


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