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Schön, wieder zu Hause zu sein :)

Ja nach ziemlich genau 3 Wochen melde ich mich wieder zurück, zurück zu Hause in neuem Chaos mit mehr oder minder neuer Motivation und einer Menge neuer Eindrücke und Flausen im Kopf Silvester in Mancora war definitiv ziemlich gut, denn ein Silvester im Rock-am-Ring-Stil war schon nett... Zum neuen Jahr Cuba-Libre auf der Straße, Feuer am Strand, um 12 Uhr ein Bad im Meer anstatt Böller und die ganze Nacht mit nassen Klamotten auf Reggae und Salsa tanzen und Cocktails schlürfen, ja so könnte das jedes Jahr sein

Aber Mancora ist nicht nur Partystadt, auch landschaftlich hat der Norden einiges zu bieten. Einen Tag machten wir uns auf in einen Trockenwald. In unserem Jeep fühlten wir uns wie auf einer Safari, alles erschien uns so afrikanisch irgendwie. Wir fuhren vorbei an wilden Pferden, Vögeln, Schafen und Schweinen. In einem kleinen Dorf setzten wir uns auf Pferde und ritten zwei Stunden lang zu einem Wasserloch, das in der Regenzeit von einem gigantischen Wasserfall geziert wird, leider ist sie dieses Jahr etwas spät dran und so konnten wir das nicht genießen...

Nun fühle ich mich wieder Reitbegeistert wie vor 10 Jahren, denn so eine Tour, Berge rauf und Berge runter, staubige Straßen entlang traben und ein braves Pferd, das alles mitmacht sind doch etwas wunderschönes

Naja, aber kurz darauf verließen wir Máncora auch wieder, dann hieß es Chiclayo, eine nicht so schöne Stadt, dort zwei Museumsbesuche und eine Nacht in einem Absteigehostel, dann Tarapoto, eine spannende Busfahrt, ein schöner Wasserfall, nette Papageien im Dschungel-Hotel, dann im Auto nach Yurimaguas, eine stressige Ankunft im Hafen, warten auf die Abfahrt, Hängematten einkaufen und und und...

Dann endlich die Abfahrt unseres Bootes und drei entspannte Tage in der Hängematte, heiße Tage, kalte Nächte, hygiene Verhätlnisse eines Gefangenenlagers, der Geruch von Kuhstall, Essen, das immerhin satt macht, aber sonst auch nichts, aber sonst viele nette Stunden, in denen man einfach nichts machen konnte als entspannen und endlich einmal lesen und die Seele baumeln lassen. Nach zwei Nächten auf hoher See, also eher auf brauner Brühe, auch genannt irgendwelche Nebenflüsse des Amazonas, kamen wir pünktlich zur Mittagszeit in Iquitos an, der größten Stadt der Welt, die nicht auf dem Landweg zu erreichen ist. In der Nähe gibt es keine größeren Städte und somit waren wir dann für die folgenden Tage dort "gefangen"... Der Bruder eines Freundes aus Huanchaco nahm sich unserer an, fuhr uns in seinem Mototaxi (Dreirädrige Motorade, die ein wenig an Rikschas erinnern) quer durch die Stadt und nahm uns auch einen Tag und eine Nacht mit in ein kleines Urwald-Dorf.

Das Dorfleben war unglaublich entspannt, die Leute glücklich und wir fühlten uns Pudelwohl. Für die Nacht wanderten wir hinaus in den Wald um dort unsere Zelte aufzuschlagen. Durch das etwas schlechte Zeitmanagment Lonyers (bereits genannter "Führer" mussten wir dann aber eine halbe Stunde über die schmalen Wege rennen und kamen völlig verschwitzt an der Stelle an, die zum Zelten geeignet war. Das freute uns eher weniger, dafür aber umso mehr die Mücken... So verbrachten wir die Nacht dort gequält von Moskitos, mit verzweifelten Versuchen ein Feuer mit feuchtem Holz am Leben zu halten und irgendwann im Zelt mit Frauengesprächen und fast ohne Schlaf, da einerseits das Schnarchen Lonyers, als auch die unerträgliche Hitze und die vielen tausend Riesenkröten das Einschlafen etwas schwierig machten. Am nächsten Morgen wanderten wir dann zurück ins Dorf.

Unsere Urwladtour verlief ohne spannende Begegnungen mit irgendwelchen wilden Tieren und auch die verwilderte Pflanzenwelt blieb weitesgehend aus. Das was ich umbedingt treffen wollte habe ich aber gesehn Eine halbe Stunde wanderte ich durch das Dorf mit einem Faultierbaby auf dem Arm, wir beiden bildeten eine wundervolle Einheit und da es ein Weisenkind war hätte ich es auch sofort adoptiert, leider hatte sich aber schon eine andere Ziehmutter gefunden, aber ja

Ansonsten verbrachten wir in Iquitos noch einen Tag auf einer Schmetterlingsfarm, was auch sehr nett war. Dort hat es sich eine Schweizerin zur Aufgabe gemacht die Vielfalt der Schmetterlinge zu erhalten und sich um Tiere zu kümmern, die entweder verweist oder krank im Urwald aufgefunden werden. So leben auf dem Gelände einige Affen, ein Kaiman, eine Seekuh, Schildkröten und ein Nasenbär. Die Tiere leben dort frei und so kam es, dass sich ein Affe zu mir gesellte und begann mich zu entlausen. Nach einiger Zeit wiederholte ich dann diese zärtlich Geste auch bei ihm und in trauter Zweisamkeit puhlten wir uns etwa eine halbe Stunde gegenseitig den Dreck aus dem Fell... Ich glaube er hat bei mir mehr gefunden, als ich bei ihm :D jedenfalls war er ständig genüsslich am Kauen...

Ja doch auch die Urwald-Tour nahm ein jähes Ende und im Flugzeug machten wir uns auf nach Lima. Dort verbrachten wir drei Nächte im San Christopherus, einer Heilpädagogischen Einrichtung mit Bio-dynamischer Landwirtschaft und Bäckerei, wo zwei Bekannte arbeiten. Wir machten viele nette Bekanntschaften, testeten die Party- und Shoppingmeilen der Hauptstadt und können uns jetzt wieder richtig freuen in Trujillo zu leben, denn Lima ist definitiv viel zu groß!!!!

Schön, wieder zu Hause zu sein

19.1.10 22:03


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Eine Abenteuerreise...

Tja, heute ist der 26.12. nach meiner Zeit etwa viertel vor 8 und das bedeutet, dass wir in 20 Minuten das Haus verlassen um zum Bus zu gehen um die abenteurlichste Reise unseres Lebens anzutreten... Es fängt recht ruhig an, denn morgen früh wachen wir Planmäßig in Máncora auf, einem Ort, andem sich viele junge Menschen treffen, ja... Man munkelt es sei der Ballermann Perus, andere munkeln es sei ein wundervoller Ort an dem man in aller Ruhe Delphinen beim Spielen zusehen kann...Wir werden sehen... Erholen müssen wir uns definitv denn am 2.1. geht es weiter ins Landesinnere. Über Chiclayo und Tarapoto reisen wir durch die Anden immerweiter in die Selva, das Regenwald-Gebiet Perus. Von Tarapoto aus reisen wir in ein kleines Dörfchen, in dem Boote über den Amazonas nach Iquitos fahren. Iquitos ist eine komplett von Wasser umgebene Stadt mitten im Urwald. Wenn mich meine Mitreisenden noch überredet bekommen, werden wir vielleicht auch eine Dschungel-Expedition machen. Wir haben bereits bei dem Bruder eines Bekannten angefragt, der solche Touren anbietet. Am 13. Januar fliegen wir dann nach Lima und reisen von dort wahrscheinlich am 16. Januar mit dem Bus wieder heim, um am 18. wieder in alter Frische vor unseren Schülern zu stehen... Soweit der Plan.... In den nächsten drei Wochen findet ihr mich also entweder am Strand in der Sonne, oder in meiner Hängematte auf dem Boot, oder im Regen irgendwo im Dschungel oder aber in den schönen Vierteln von Lima oder in irgendeinem der zahlreichen Busse, die wir nehmen werden. In der Hoffnung nicht von einer Schlange gefressen zu werden oder aber vor Angst zu sterben, melde ich mich Mitte Januar wieder um zu berichten, was aus mir geworden ist... Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr Birte
27.12.09 01:49


Von Sonnenbrand und Mückenstichen

Ja, grade aus Lima zurück gekehrt haben wir dann
erfahren, dass wir das gesamte Wochenende frei haben
(ein kleine Besonderheit, einen Samstag mal nicht
arbeiten zu müssen und dazu auch noch den Freitag frei
) und das alles nur, weil ein paar Bauarbeiter mit
dem Boden nicht fertig werden.
Spontan haben wir deswegen auf dem Weg von der Haustür
bis zur Wohnung beschlossen in Urlaub zu fahren...
Also ab in die Küche, einen Wein geöffnet, drei
Reiseführer auf den Tisch gepackt, das Internet
beschaut und die Schnapsidee konkretisiert.
Ja, am Freitagmorgen würde dann auch ein Bus zu unserem
Ziel fahren... CAJAMARCA
etwa 300 km westlich von Trujillo gelegen, ein etwas
ursprünglicheres Bergstädtchen. Wandern, feiern,
flanieren, ja das klang super in unseren euphorischen,
rotweinroten Ohren...
Also, auf die schnelle Sachen gepackt und ab in
UUURRLAUUUB!!
Freitagmorgen in aller Frühe, so gegen 9, steigen also
Rahel, Gabo, Isabel und meine Wenigkeit vollgepackt wie
für drei Wochen ins Taxi und ließen uns zur Busstation
kutschieren.
Wir hatten Glück, tatsächlich gab es in dem Reisebus
noch vier freie Plätze und so stand einem erfolgreichem
Wochenende nichts mehr im Wege...
Nach 7,5 Stunden Busfahrt, vier unglaublich schlechten
und viel zu lauten Filmen, aber um einige Impressionen
reicher, stiegen wir endlich aus dem Bus und standen in
einer dunklen Stadt, die vom Regen durchlaufen war. Das
freute uns absurderweise ganz besonders, denn nach fast
3 Monaten Trockenheit kann es schonmal ganz toll sein
kühles Nass in der Luft zu riechen und den Regen zu
spüren, der die Landschaft auch wesentlich netter
aussehen ließ. Trotz dem Nacheinbruch sahen wir, dass
es hier doch grüner ist, als bei uns in der Wüste.
Jetzt galt es aber erst einmal Hostal suchen. Gabos
Reiseführer hatte uns einen vielversprechenden Tip
gegeben. Doppelzimmer mit Badezimmer 25Sol die Nacht.
Na, wenn das mal nicht verlockent klingt, denn dann
muss ein Viererzimmer ja noch viel günstiger sein^^
Also wieder ins Taxi und ab zum Hostel, das aber
irgendwie schon voll war. Sehr zu unserer Überraschung
trafen wir dort an der Rezeption ein Mädel aus dem
Orchetser, das sich zur selben Zeit auf Abschlussfahrt
mit ihrem Jahrgang in Cajamarca befand. DIe Welt ist
doch unglaublich klein. Immerhin hatten wir so aber den
Grund für die Überfüllung des Hostels.
Nicht verzagen hieß es dann für uns und so irrten wir
noch ein paar weitere Minuten oder mehr durch die
schöen Straßen des Stadt, verglichen Preise und
entschieden uns letztendlich für ein hübsches kleines
Absteigehotel, 15Sol pro Nacht pro Person, Viererzimmer
mit Badezimmer, natürlich nur kaltes Wasser, Betten
siffig, Wände beschmiert, Schimmel gab es bestimmt
auch, aber wir hatten ja die Schlafsäcke dabei und
unsere Sachen waren verstaut, so dass wir uns gemütlich
auf den Weg machen konnten, die Stadt, ihre Restaurants
und Bars zu erkunden.
Wir kehrten nach langer Reise in ein kleines Lokal ein,
das viel zu teuer war und verließen es deswegen nach
einer Kanne Cusquena auch wieder (nahezu das einzige
peruanische Bier, dass man trinken kann^^)
Da Isabel schon früher ins Bett gehuscht war, machten
Rahel, Gabo und ich uns noch alleine auf den Weg durch
die Stadt und stiegen die Straßen immer höher, bis wir
schließlich einen wundervollen Ausblick auf den
beleuchteten Ort hatten. Das erste Mal seit langem
blickten wir in einen sternenklaren Himmel, sahen
Orions Gürtel und merkten, wie der Stress der
vergangenen Wochen abfiel und sich ein Ruhe- und
Heimtasgefühl einschlich.
Von zwei nahenden betrunken Männern in unserer Idylle
gestört, stiegen wir schleunigst die Stufen wieder
herab und gingen in Richtung Hostel, denn der nächste
Tag sollte ein anstrengender werden.
Um 8 Uhr klingelte der Wecker und einer nach dem
anderen huschte unter die erfrischende Dusche. Danach
ging es auf Entdeckungstour durch Cajamrcas Gassen. Wir
kennen jetzt alle Kirchen, so wie die wichtigen Stätten
peruanischer Kultur. Das Goldzimmer, das vom letzten
Inkaherrscher Atahualpa bis zu seinem ausgestreckten
Arm mit Gold gefüllt wurde, damit die eingefallenen
Spanier ihn frei ließen, wie auch den Plaza de Armas,
wo selbiger kurz darauf hingerichtet wurde...
Nachmittags begaben wir uns dann Richtung Norden, wo
wir in Felsgehauene Fensterlein betrachteten, die zu
Inkazeit als Grabstätten dienten. So kam es, dass wir
durch ein kleines Dörflein liefen und das erste Mal
richtigen Kontakt zu alt eingesessen Einheimischen
hatten, für die wir eine kleine Besonderheit
darstellten^^
Wir probierten jede Menge neue Früchte und ließen so
jede Menge Kleingeld im Örtchen.
Irgendwann fuhren wir dann auch wieder Richtung Stadt
und gingen in das Hostel von ersten Tag, wo wir nun
dann doch unterkommen konnten und die zweite Nacht nur
halb so vergammelt schliefen.
Um 5 Uhr am nächsten Morgen klingelte der Wecker.
Schnell packten wir unsere Sachen und gingen auf die
Suche nach einem geeigneten Mikro, der uns in Richtung
Inkabäder, heißen Schwefelquellen im Süden bringen
sollte.
Irgendwann kam ein Taxi, das uns für den gleichen Prei
dorthin brachte.
Wir reihten uns in die Schlange der Wartenden ein und
konnten dann entspannt 1,5 Stunden in einem
wohltemperierten Schwimmbad verbiringen, dachten wir^^
Das Becken war etwa 25x7 Meter groß und hatte eine
Wassertiefe von 1,20m.
In so ein Becken passen etwa 55 Personen, davon
mindestens 20, die Schwinntrainig haben, 10, die
Schwimmen lernen, weitere zehn, die rumplanschen und
mindestens 4 genervte Deutsche...
Nach und nach wurde das Wasser auch merklich dreckiger,
man schwann in einer Ansammlung von Haaren und
undefinierbaren Schwebteilchen, woraufhin wir shcon
nach einer dreiviertel Stunde die Duschen(warm!!)
aufsuchten und uns auf die Wises vor dem Schwimmbad
setzten, um zu frühstücken.
Danach verließen wir den ganzen Komplex und begaben uns
zu allererst in ein kleines Kaffee, denn nach so frühem
Aufstehen brauchten wir alle ersteinmal etwas
Koffein... Zwischen Räucherstäbchen und warmer Milch
mit Instant-Kaffee-Pulver planten wir dann unseren
weiteren Tag. Wir beschlossen 7km weiter Richtung Süden
zu wandern, um uns ein paar schöne Wasserfälle
anzuschauen.
Entlang der Straße führte uns der Weg nun durch die
verschiedenen kleinen Dörfer, an Kuhwiesen, Schafen,
Schweinen und Hühnern vorbei. Durch die Idylle eines
Bilderbuch Perus.
DIe Wasserfälle haben sich definitv gelohnt, ein paar
wunderschöne Sonnenstrahlen und ein Lichtspiel aus
sattem Grün brachte unsere Herzen zum Springen. Dazu
ein nettes kleines Örtchen, indem wir eine Kleinigkeit
aßen und uns über die Bekanntschaft zweier kleiner
Jungen freuten, die uns den Weg zu den Wasserfällen
zeigten.
Zu guter Letzt stiegen wir in den Mikro und mussten
feststellen, oder zumindest ich musste feststellen,
dass der Plan Sonne und Mücken möglichst viel
Angriffsfgläche zu bieten um nicht von ihnen angefallen
zu werden totaler Schwachsinn war, denn meine Beine
waren komplett zerstochen, oder sind es immernoch und
mein Gesicht so wie meine Arme tragen ein sattes
Feuerrot^^
Dem allen zum Trotz gingen wir dann zu guter Letzt ein
großer Eis essen, ein letztes Mal über den Markt, um
Fotos von der Früchten zu machen, ein letztes Mal durch
alle Artesania-Läden, ein letztes mal über den Plaza de
Armas und shcließlich in den Bus, der uns über Nacht
heimbringen würde.
Das Wochenende hatte noch einiges mehr zu bieten, als
ich jetzt hier schreiben konnte, aber ich bin definitiv
endlich mal erholt und kann so einen Kurztrip nur
empfehlen.
Wie ich immer schon wusste, sind die Spontanen Aktionen
immer die besten!
Also Freunde, ein Glas Wein, einen Reiseführer und ein
klein bisschen Zeit und das Glück ist allen Hold!
Schöne Grüße aus der Sonne Perus!
19.11.09 17:09


Wieder daheim (Nachtrag vom 12.11.09)

So, da ist die Limareise auch schon wieder vorbei...
Die Proben waren ultra anstrengend, sowohl für die
Musiker, als auch für mich, die ich den ganzen Tag
zugeschaut habe, da so alleine Lima erkunden auch nicht
so toll ist. Ich war zwar auch mal im Museum und in den
Straßen um unseren Probenraum herum, aber so wirklich
viel gesehen habe ich dennoch nicht.
Abends haben wir aber mal ein bisschen über den Blick
des Hotelzimmers hinweggeschaut und haben uns mit ein
paar alten Bekannten getroffen und Lima unsicher
gemacht, mein Museumsbesuch war deswegen dann auch
nötig, weil ich sonst eingeschlafen wäre^^
Das Konzert fand am Dienstagabend statt und war eine
mehr oder weniger gelungene Sache. Ich glaube die
Zuschauer, die die Proben nicht gesehen haben, fanden
es super, aber da alles recht kurzfristig und sowas
war, naja... so eben...
Videos von der ganzen Reise könnte es demnächst auf
Youtube geben: man suche nach dem Kanal von
"ArpegioPeru"...

Gestern Abend spät sind wir dann hier angekommen und
Valeria und ich mussten feststellen, dass unser Zimmer
noch von den Bauarbeitern besetzt wurde und wr keine
Schlafmöglichkeit haben...
Also habe ich die letzte Nacht auf Rahels Fußboden
verbracht und mal wieder nicht so gut geschlafen...
Aber da hier alles grade von Bauarbeitern besetzt ist,
haben wir heute auch keine Schüler, außer Rahel und
ich, die nach Huanchaco müssen^^
Naja, dann können wir zumindest danach noch etwas an
den Strand, weil wir noch nciht direkt so einen Stress
haben...

Das schöne ist aber, wenn man aus dem urlaub wieder
kommt und erstmal endlich wieder die Sonnne sieht

Nunja, ich werde dann jetzt mal versuchen, die
Kontakte, die man jetzt quer über Peru verteilt hat zu
manifestieren, denn es ist doch wunderbar Freunde quer
auf der Welt verteilt zu haben

Damit verabschiede ich mich und freue mich, meine
Freunde in Deutschland in 9,5 Monaten wieder zu sehen
und bin traurig meine hier gewonnen Freundschaften
verlassen zu müssen...
19.11.09 17:08


Erste große Reise (Nachtrag vom 05.11.09)

Gespannt sitze ich nun nach zwei Monaten auf der Treppe
und warte auf den Abend, andem die erste Reise
ansteht.
Wir werden mit einem Teil des Orchesters nach Lima
fahren und an einem Orchesterprojekt teilnehmen, indem
verschiedene Jugendorchester ganz Perus zusammen ein
großes Orchester bilden...Unser Orchester
"spendet" dabei eine komplette
Streicherfront, einen Hornisten, einen Fagottisten und
zwei Trompeten... Ich darf leider nicht mitspielen, da
Lima genug Klarinettisten stellt... Dennoch habe ich
meinen Rucksack gepackt und reise als
"Lehrer" mit. Sehr coole Sache an sich, denn
ich muss auch an den ganzen Proben nicht teilnehmen und
habe so Zeit mir auch einmal die Stadt anzusehen oder
alte Bekannte wieder zu treffen...
Zur Zeit lebe ich aber etwas im Stress, da Valeria und
ich heute morgen unser gesamtes Zimmer räumen mussten,
da wir einen neuen Fußboden bekommen, aber so habe ich
tatsächlich shcon 24 Stunden vor der Abreise all meine
Sachen zusammengepackt.
Ja Mama, ich werde noch richtig ordentlich!

Mir geht es hier in Peru immer besser, denn der
Frühling lässt mein Herz höher shclagen, wenn morgens
beim Joggen schon die Sonne aus den Wolken blitzt

Seit gestern bin ich hier jetzt auch telefonisch zu
erreichen...
Meine Handynummer ist : (0051) 044 948266199 (glaube
ich^^)

Ich wünsche allen Daheimgebliebenen eine schöne
Herbstzeit und mir eine tolle Reise

P.S.: Ich bin Tante (für alle, die noch nicht
mitbekommen haben, dass Svenja ihre Geburt überstanden
hat^^) Und man kann sich auch aus der Ferne riesig
darüber freuen
19.11.09 17:07


Ein großer Schritt für mich, ein eher kleiner für die Menschheit


Der heutige Tag geht als Tag des ersten Bades im Pazifiks in die Geschichte meines Lebens ein...

Da es mal wieder nötig wurde mein Haar zu waschen, beschloss ich heute mit den anderen, also Isabel, Rahel und Gabo nach Huanchaco an den Strand zu fahren, um meinen geliebten Locken die Pflege der besonderen Art zu gönnen, ein gesunder Mix aus Salzwasser und Sonne.

So kam es, dass wir erst ein mas o menos gutes Essen zu uns nahmen, in einem Restaurant, das den touristischen Charakter Huanchacos zum Strahlen bringt: "My Friend"... Dementsprechend kostet dort das Mittagsmenü auch einen Sol mehr und wird, sehr zu meinem Bedauern, ohne Nachtisch gereicht.

Doch genug des Essens...

Da sich die Sonne nach langem Warten doch endlich beschloss hinter den Wolken herzukämpfen gab es für Gabo und mich kein Halten mehr. Schnell aus der Alltagskleidung gepellt, ab in die Badesachen und sofort ins sehr kühle Nass...

Sehr kühl und sehr wild war die See... Und eher nicht geeignet zum Schwimmen, aber Spaß hatten wir dennoch, wie könnte es auch anders sein^^

Vielleicht war dies dann trotzdem ein Beitrag zum Sportplan, den ich hier versuche zu erstellen. Seit einer Woche versuche ich mich mit Freya im morgendlichen Joggen, um die angefressenen Kalorien etwas in Schach zu halten, was leider dennoch nicht gelingt... Musik macht hungrig!

Ansonsten ist hier auch recht viel passiert in letzter Zeit:

Mein Stundenplan ist immer konkreter und ich habe immer mehr zu tun.

Mittlerweile habe ich zwei Deutschkurse und die Nachfrage wächst von Stunde zu Stunde... Auch die Arbeit mit dem Blockflöten-Chor in der Grundschule von Huanchaco nimmt Formen an. Dort verbinge ich zusammen mit Rahel zweimal die Woche fast zwei Stunden. 

Da ich jetzt auch noch einen Querflötenschüler mehr habe, muss ich samstagsmogens um 8 Uhr aufstehen und freue mich immer mehr auf die zwar kurzen, aber dennoch sehr schönen freien Stunden, denn Tage kann man nicht sagen...

Dass wir samstagsmorgens arbeiten müssen hält uns aber nicht davon ab, dennoch gelegentlich mal auszugehen.

So waren wir letzten Freitag durch Zufall in einer kleinen Bar, natürlich unter freiem Himmel, wie alles hier, in der eine Live-Band spielte. Ihre Musik war eine Mischung aus Hard-Rock, Metal und Andenmusik. Das heißt, Gitarre, Schlagzeug, Bass, Keyboard und Panflöten.

Am Ende nahmen wir all unseren Mut zusammen und fragten die Flötisten, ob sie uns nicht mal bei Zeit ein paar Kleinigkeiten zeigen wollten und sie willigten ein. Ich durfte auch gleich mal die Holz-Querflöte testen und bin hellauf begeistert von ihrem zarten Klang.  Eventuell werden wir diesen Sonntag, also morgen, ein wenig mit ihnen musizieren

Der Plan war eigentlich schon für letzten Sonntag angedacht, aber da mussten wir absagen, da wir Besuch von einigen Mitgliedern des Orchesters bekamen und zusammen mit ihnen "Arroz con Leche" und "massamora morada" machten. Übersetzt ist das Milchreis mit einer Masse aus rotem Mais und Ananas (ähnlich wie Marmelade...).

Der Milchreis hier schmeckt allerdings ganz anders und wird auch viel aufwendiger hergestellt, aber er ist um Längen besser, als das, was wir in Deutschland kennen... :P

Nunja, jetzt mach ich mich einmal fertig, denn dieses Wochenende beginnt das "festival de Primavera" Das Frühlingsfest und heute Abend sind in der ganzen Stadt Veranstaltungen und wir wollen etwas Salsa tanzen gehen

Langsam aber sicher habe ich mich hier eingelebt und bin froh, das hier alles machen zu können, denn es macht mir von Tag zu Tag mehr Spaß.

Auch, wenn ich doch noch einiges aus Deutschland vermisse und dort verpasse, bin ich mitlerweile sicher, dass es hier auch ganz toll ist.

Das liegt zu einem großen Teil bestimmt auch daran, dass mein Spanisch immer besser wird und unsere WG so toll ist, meine Schüler irgendwie lieb sind und alles doch irgendwie ins Rollen kommt.

In 11 Monaten komme ich schon wieder heim... Jetzt vergeht die Zeit wie im Flug...

4.10.09 04:02


So, wie das Leben lebt...

So fast einen Monat bin ich jetzt in Peru... Das Leben wird lebendig...

Ich habe mittlerweile auch einen vollen Stundenplan... 3 Flötenschüler, eine Klarinettenschülerin, zwei Deutschkurse und etwa 20 Blockflötenschüler Zusätlich noch zwei Geigenensamble und eine Geigenschülerin, die aber bei mir mehr anderes als Geige lernt^^

Seid gestern lerne ich selbst aber auch Geige und bekomme hoffentlich bald auch ein paar Unterrichtsstunden von einem der Geiger-Kollegen^^

Ja, so geht das Leben hier vorran.

Zweimal war ich jetzt schon in Huanchaco in der Grundschule, inder ich Blockflötenunterricht gebe. Da alles noch etwas chaotisch ist, haben wir noch nicht viel Blockflöte gespielt, aber dafür umso mehr gesungen, gespielt und gemalt. Wenn ich fließend Spanisch spräche, wäre das Ganze ein guter Ersatz für meine Wölflinge, die ich doch wirklich sehr vermisse... Birte muss halt eben ab und an auch mal spielen und abspacken^^ aber es wird...

Das mit dem Spanisch wird auch... Ich kann eigentlich fast alles sagen, was ich möchte, wenn auch grammatisch falsch und nicht so hcohtrabend formuliert, wie ich es im Deutschen gerne mache, aber die Sache mit dem verstehen ist noch so ein kleines Problem...

Aber es geht besser als noch vor 4 Wochen...

So ist das alles... Unglaublicherweise vermisse ich Neuwied mehr, als ich mir hätte jemals träumen lassen, aber eigentlich ist es auch eine ganz schöne und grüne Stadt, wenn man sich das braun in grau und Mülltütenchaos hier vertieft...

Wälder gibt es leider nicht... Den Rhein gibt es auch nicht und der Park ist eine viel zu kleine Grünfläche mit Hundehaufen und Asphaltwegen...

Deswegen bin ich so gerne in Huanchaco am Strand. Leider ist das ein Touristenörtchen, aber es ist trotzdem irgendwie schön. Das Meer mit seinen riesigen Wellen, die vielen alternativen kleinen Läden, die Schmuckverkäufer am Strand, die Sonne, die Palmen... Und es ist so viel grüner als Trujillo...

Und noch ein bissl brauner, wenn man in die Stadt hinein geht. Raus aus dem Touristenteil. Auf dem Weg zur Schule ist es dann auch gar nicht mehr so idyllisch umbedingt, aber trotzdem irgendwie schön...

Gestern Abend, nachdem ich aus dem Staub der Stadt(wir befinden uns in der Wüste!) war, ließ ich mich nach den unzähligen Unterrichtsstunden danach noch überreden mit zu einem kleinen Konzert zu gehen, wo unter anderem auch Freya spielen sollte.

da ich nicht wusste, wo ich hin musste, begleitete mich mein einer Flötenschüler zum Theater. Was man uns nicht gesagt hatte, war, dass dort alle Leute chic waren, weil das Ganze eine Ehrung für einen greisen Journalisten aus Trujillo war. Also saß ich dort, dreckig und ich bequemer Arbeitskleidung. Ich verstand nahezu nichts und mir war kalt und es wurde eine Rede nach der anderen gehalten.

Als ich mich umblickte, sah ich, dass auch die anderen Freiwilligen nciht besser dran waren und auch der Präsident von irgendwas, der auf der Bühne saß mit dem Schlaf kämpfte.^^

Nunja, jetzt sitze ich wieder mal in meinem Zimmer und warte auf das Wochenende, das hier leider gottes nicht Freitagsabends beginnt.

Seit neustem muss ich samstagsmorgens von 8 bis 1 arbeiten und morgen dann auch nochmal nachmittags... aber ansonsten ist alles toll hier

25.9.09 19:41


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